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Ostebrücke zum Opfersteg und zum Strietbarg

Über die Oste führt der Opfersteg zum Strietbarg (Plattdeutsch für „Streitberg“), auf dem die St. Dionysius-Kirche seit über 1000 Jahren als Wahrzeichen von Sittensen steht. Hier an der Oste, unweit des Kirchbergs, bestand bereits um 1500 v. Chr. eine Furtsiedlung, deren Existenz durch Urnenfunde an beiden Ufern bewiesen werden konnte. Über Vorgeschichte und Gründung liegen keine Urkunden vor, jedoch lassen sich aufgrund der Namen historische Vermutungen anstellen. Sehr wahrscheinlich war dieser Ort in vorchristlicher, altsächsischer Zeit ein Gerichts- und Versammlungsplatz, worauf der Begriff „Strietbarg“ schließen lässt: Hier wurde Streit geschlichtet und Recht gesprochen. Der Name „Opfersteg“ für den Weg vom Dorf Groß Sittensen den Berg hinauf weist darauf hin, dass sich hier nicht nur ein politisches und juristisches, sondern auch religiöses Zentrum befand. Vermutlich war an dieser markanten Stelle auf der Anhöhe über der Oste auch ein germanischer Opferplatz. Dazu passt, dass genau dort ein christliches Heiligtum, die St. Dionysius-Kirche, errichtet wurde.